Weiberfasching der KAB im Haus Shalom ein Volltreffer
Bruchköbels Damenwelt hat gelacht – und wie!
Beim Weiberfasching im Haus Shalom verwandelte sich der Saal in eine Hochburg ausgelassener Stimmung, pointierter Wortbeiträge und schweißtreibender Tanznummern. Von der ersten Minute an war klar: Dieser Abend würde nichts für schwache Zwerchfelle. Mit lockeren Sprüchen, viel Charme und perfektem Timing führte Barbara Hollerbach durch das Programm. Seufzend – und unter großem Gelächter – erklärte sie den Zuhörerinnen, worüber frau sich heutzutage einfach nicht mehr uffrescht, während sie den roten Faden des Abends stets fest in der Hand behielt. Zusammen mit ihrer Tochter begeisterte sie zudem als singende Stimmungskanone.
Ein weiterer Höhepunkt war die hervorragende Büttenrede von Christian Schüller. Sportlich nahm er es hin, dass Männer die hohen Ansprüche der Frauen schlicht nicht erfüllen können – selbstironisch, treffsicher und vom Publikum mit Raketen gefeiert.
Natürlich durften auch die närrischen Dauerbrenner nicht fehlen: Die Hexenschwestern aus dem Stadthaus flogen wieder ein, foppten sich gegenseitig und spießten mit spitzer Zunge das aktuelle Geschehen in Bruchköbel auf – lokal, frech und auch ein bisschen böse.

Für ordentliche Hitze im Saal sorgten die Tänzerinnen der Eintracht Oberissigheim, die mit ihrer Choreografie begeisterten. Die nach eigenen Angaben „in die Jahre gekommene“ Showtanzgruppe Limelight legte mit Power und Präzision nach, bevor die „Mispelchen“ der TSG Erlensee das Publikum endgültig zum Toben brachten.
Die Stimmung unter den Weibern eskalierte endgültig, als die Bembel-Büffel, das Männerballett der TSG Erlensee, als „Men in Black“ einmarschierten. Die eiskalten Typen brachten mit Akrobatik, coolen Dance-Moves und viel Augenzwinkern den Saal zum Kochen – Kreischalarm inklusive.
Den krönenden Abschluss lieferten die hauseigenen „Hessisch Hotsteppers“ , die in Trenchcoat und Sonnenbrille mit einer eigenwilligen, urkomischen Interpretation des „Heiderösleins“ irgendwo zwischen Heimatdichtung und Hüftschwung aufwarteten und die Damen restlos von den Sitzen rissen.
Fazit: Wortwitz, Lokalkolorit und jede Menge Tanz – mehr Weiberfasching geht nicht. Wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst – und sollte sich den nächsten Termin besser jetzt schon fett im Kalender markieren.
